
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 28.09.10
Objektvorstellung chronologisch von oben (ältester Stand) nach unten (neuester Stand) im Rahmen der Rechercheentwicklung

Der Bunker bei Google Earth: Truppenmannschaftsbunker-Variante Bremen, Vulkan-Werft.kmz
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T 750 links und WLS-Bunker rechts...

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Riss der Bremer Vulkan-Variante
Allgemeine Beschreibung der WLS-Varianten / Werftbunker
Die typischen T 750-Lüftungstürme (Lüftungstürme wurden / werden auch oft als betonierte Schornsteine bezeichnet) sind in einer leicht veränderten Variante auch auf den Dächern der Werkluftschutz-Hochbunker direkt am Vulkanwerftgelände Bremen-Vegesack (der Bunker steht einige hundert Meter östlich des dortigen T 750 in einer leichten Anhöhe nahe der Straße Am Werfttor und besitzt zudem einen Beobachtungsstand mittig des Daches - ähnlich wie der T 750 Emsstraße 2 in Wilhelmshaven) und dem ehemaligen Neptunwerftgelände Rostock zu finden. Sie sind jeweils mittig an der äußeren Kante des Bunkerdaches jeweils an der Splitterschutzvorbauseite angelegt und sind im unteren Bereich etwas höher als ein normaler T 750-Lüftungsturm (der Rostocker Lüftungsturm ist im Unterbereich jedoch mindestens noch einen Meter höher als der Bremer Turm). Ein weiterer Bunker dieser Bauart steht in Höhe Schiffbauerdamm / Am Duckeldamm auf dem Gelände der Nordseewerke Emden. Der Bunker wurde nach dem Krieg entfestigt und dient heute als Lager. Auch im Krieg wird der Bunker teilweise als Lagerbunker für die Nordseewerke-Werft gedient haben. Der Lüftungsturm wurde entfernt. Ein vierter Bunker dieser Bauart stand nahe des nicht fertig gestellten U-Bootproduktionsbunkers "Hornisse" ebenfalls in Bremen. Das Bauwerk wurde kurz nach dem Krieg gesprengt und später dann entfernt. Der fünfte und sechste Bunker dieser Form wurde auf dem Gebiet der Blohm & Voss-Werft in Hamburg errichtet. Bunker 2 / Ost wurde nicht fertig gestellt. Beide Bunker wurden nach dem Krieg gesprengt und vollständig entfernt. Der siebte Bunker dieses Typs wurde in Flensburg auf der Werft errichtet. Er wurde nach dem Krieg entfestigt und wohl in den 1960er Jahren entfernt. Der achte Bunker sollte an der verlängerten Jacobistraße in Wesermünde (Bremerhaven) erbaut werden, wurde jedoch nur im Bereich des Erdgeschosses vollendet. Die Ruine steht noch heute dort. Bunker Neun und Zehn befinden sich auf dem Gebiet der Opelwerke in Rüsselsheim, welche im Krieg unter anderem mit Kriegsmarine-Torpedobau beauftragt waren. Ein elfter Bunker wurde auf dem SKF-Gelände in Schweinfurt gebaut. Er besaß lediglich zwei von ursprünglich vier regulär geplanten Geschossen und wurde 2006 entfernt. Grund für die Errichtung war hier die anteilige Wälzlagerproduktion für die Kriegsmarine durch SKF.
Die elf beschriebenen Hochbunker sind zudem extrem bauartähnlich zueinander. Die Splitterschutzvorbauten sind mehrgeschossig und besitzen Überkragungen als Schutz für die unter diesen befindlichen Zusatztüren. Beim Emder Exemplar wurden diese Überkragungen / Betonfortsätze entfernt.
Der Rostocker Lüftungsturm ist wie geschrieben noch etwas höher als die erhaltene Bremen-Version am Vulkan. Die Überkragung und der obere Eingang des südlichen Rostocker Splitterschutzvorbaues ist linksbündig angeordnet, während der Eingang am östlichen Splitterschutzvorbau in Bremen, welcher sich baulich in gleicher Lage befindet, rechtsbündig angeordnet ist. In Bremen liegen beide oberen Eingänge in einer Flucht (auch der zweite Bremer Bunker hatte beide oberen Eingänge identisch zum Vulkan-Bunker in einer Flucht - identisch zur Lage des Lüftungsturmes Vulkan - angelegt), während dies in Rostock aufgrund der geschilderten Tatsache nicht der Fall ist. Beim Emder Exemplar war die Überkragung am Nordsplitterschutzvorbau rechtsbündig ausgerichtet. Die Lage der südlichen Überkragung war ebenfalls in einer Flucht rechtsbündig. Das fertig gestellte Hamburger Exemplar hatte seine Überkragung am Ostsplitterschutzvorbau linksbündig, also südlich ausgerichtet angebaut. Über die Westüberkragung kann noch nichts gesagt werden.
Diese elf Bunker stellen meiner Meinung nach des weiteren eine abgewandelte Variante der Truppenmannschaftsbunker dar und dürften durchaus mit diesen als "verwandt", wenn man diesen Begriff nehmen darf, bezeichnet werden. Die Bunker sind viergeschossig.
Eine zwölfte Variante wurde 1944 als Schutzbunker der Germaniawerft in Kiel gebaut ("Germania 1"). Der Bunker ist länger als die anderen Typen, besitzt jedoch nur drei Geschosse. Die Vorbauten schließen an der Dachkante ab. Das Bauwerk wird aber ebenfalls zu dieser Baureihe gehören. Variante Dreizehn, die ebenfalls zur Baureihe gehören wird, entstand mitten im Werksgelände der AG Weser in Bremen ("Bunker 49"), unweit entfernt des beschriebenen Bunkers bei "Hornisse"(dies war "Bunker 50"). Der Hochbunker war ein Doppelbunker, zusammengesetzt aus zwei regulären WLS-Varianten, aber mit Bauartabweichungen. Das Objekt stellt das größte bisher bekannte Bauwerk aller Truppenmannschaftsbunker und seiner Varianten dar. 1992 wurde der Bunker abgerissen.
Der Bunker am Bremer Vulkan beherbergt heute Musikgruppenübungsräume. Regelmäßig werden Musikkonzerte veranstaltet. Dem Besitzer des Bunkers ist es ein Anliegen, ihn möglichst authentisch zu belassen. Nahe des Bunkers befindet sich östlich ein Stollensystem im Hang. Ursprünglich waren dort fünf LS-Stollen vorhanden. Vier wurden verfüllt. Der letzte erhaltene Stollen soll Gerüchten zufolge eine Art Fluchtgang zum Bunker in dessen Ostbereich des Erdgeschosses besitzen. Im Bunker befindet sich ein Tiefbrunnen. Strom und Wasser bezog der Bunker vom nahen Heizhaus des Bremer Vulkan. In der Kriegsendphase stand der Bunker auch Zivilisten offen. Die Innenräume sind anders angeordnet als die eines Truppenmannschaftsbunkers und sind insgesamt gesehen weitläufiger. Klar ersichtlich ist dies bereits im Erdgeschoss. Durch den Vulkan wurde der Bunker wieder hergerichtet. Eventuell sollten in den 1950er Jahren EDV-Anlagen dort untergebracht werden. Dazu kam es jedoch nicht. Auch ein Lasten-Aufzug wurde nachträglich eingebaut. An der Südseite des Bunkers wurden sehr wahrscheinlich erst nachträglich zwei große Tore eingesprengt. Nachkriegspläne besagen, dass an dieser Seite ein Schienenanschluss geplant wurde. Auch ein Wetterverschlag soll über den Toren vorhanden gewesen sein. Der Bunker trägt die Bezeichnung C 178. Woher diese Bezeichnung stammt, ist unklar.
Wir danken dem Besitzer, Herrn Hashagen für die vielen Informationen und die freundliche Ermöglichung der Begehung des Bunkers.
Der Verweis zur Internetseite des Bunkers:
Eine weitere Seite über Veranstaltungen im Bunker:
Noch eine weitere Seite über Veranstaltungen im Bunker:


Neuaufnahmen Dezember 2006:



Im Treppenhaus:


Eine der Gasschleusen:

Steigleiter zum Beobachtungsstand:







Noch einmal im Treppenhaus:

Zwei Doppelschleusen (vier Eingänge) im westlichen Splitterschutzvorbau:




Wohl nachträglich eingebrachte Tore:



Bunker C 178
Ein wohl nachträglicher externer Zusatzbrunnen:













Der Beobachtungsstand:

2011 wurde die Bezeichnung des Bunkers C 178 mehrmals in großer Schrift an der Außenwand angebracht:

Schrift an der Nordwand. Mindestens ein weiterer neuerlicher Schriftzug befindet sich am Bunker: An der Westwand, ebenfalls im oberen Wandbereich, bündig an der Südwestecke.


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