Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 23.06.12

Objektvorstellung chronologisch von oben (ältester Stand) nach unten (neuester Stand) im Rahmen der Rechercheentwicklung

Militärbereich - Betreten nur nach Genehmigung

Der Bunker bei Google Earth: Standort entfernter T 750 Flensburg 2.kmz

Klicken Sie auf den oberen Verweis, wird eine temporäre Navigationsdatei auf Ihren Rechner heruntergeladen, welche Sie beim Schließen von Google Earth (es erscheint ein diesbezügliches Dialogfenster) oder auch während der Nutzung jederzeit wieder entfernen können, falls gewünscht.

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Der Bunker bei Virtual Earth: Standort entfernter T 750 Flensburg 2

Inaktiv / Bild im Verweis seit 01/12 verpixelt aufgrund Militärgelände

Wieder aktiv / Verpixelung des Bildes im Verweis seit 06/12 aufgehoben

Für erweiterte Funktionen bei der Bildbetrachtung sollte das Programm Virtual Earth ("maps.live" / "bing") installiert sein. Wenn Sie auf den oberen Verweis klicken, öffnet sich Virtual Earth automatisch und leitet Sie zum gewünschten Punkt. Dies kann einige Sekunden dauern. Klicken Sie auf der Windrose oben rechts im Fenster die verschiedenen Himmelsrichtungen an, um das jeweilige Objekt aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

- Abweichungen möglich. Schematische Andeutung Lüftungsschachtvertiefungen Ebene 1, 2 und 3 in ihrer Gesamtausdehnungsbreite nicht dem Original entsprechend / hier um circa 30 Prozent gestaucht. -


Größere Kartenansicht 

Bekannte Daten:

Wandstärke: 2,50 Meter / Deckenstärke: 2,75 Meter (mit leichtem Gefälle nach außen) / Länge (Tiefe): 21,60 Meter / Breite: 21,10 Meter / Höhe: 10,30 Meter

Nutzfläche: 746 qm (Berechnung wohl ohne Innenwände, etc.)

Ausführung der Bewehrung: ?

Kosten: ? RM

Der Bunker soll entgegen dem Standard eine etwas geringere Höhe von 10,30 Metern gehabt haben (hier hervorgerufen durch die nicht erfolgte Deckenverstärkung).

Der Bunker aus der Luft...

Aufnahme aus den 1980er Jahren...

Ein Foto des Abrisses mit freundlicher Bereitstellung aus dem Archiv M. Foedrowitz. Die erkennbare Öffnung ist eine Entfestigungsöffnung aus unmittelbarer Nachkriegszeit (Entfestigung durch Besatzer...). Auch die rückwärtige Seitenwand wird eine derartige Öffnung besessen haben. Die Schnitte führten nachgewiesen auch quer durch die Splitterschutzvorbauten (dies ist ebenso bei Bunker 1 Flensburg und beim Flandernbunker in Kiel der Fall). Alles in allem hier eine wohl sehr ähnliche Teilentfestigung wie beim T 750 1 Flensburg. Zu vermuten sind deshalb auch Entfestigungsöffnungen an der Vorder- und Rückwand. Das Dach hatte, genau wie Bunker 1, mittig eine Entfestigungsöffnung. Diese wurde, wie bei T 750 1, nachträglich mit einem Wetterschutz versehen. Der Abriss soll sechs bis acht Wochen gedauert haben. Die Fundamentplatte ist noch immer unter Erdgleiche vorhanden.

Die Fundamentplatte des T 750 soll ungeheure 4,00 Meter stark gewesen sein. 1990 wurde der Bunker durch die Firma Anton Feldhaus abgerissen. Dieser T 750 erster Bauphase wird als bisher einziger dieser Phase über keine Deckenverstärkung verfügt haben.

Der Bunker war, obwohl wie die anderen beiden Truppenbunker 750 im Frühjahr 1943 begonnen, am 26. April 1944 noch nicht vollendet. Auf einem Luftbild, das an diesem Tag aufgenommen wurde, ist erkennbar, dass die Abschlussdecke noch nicht gegossen war. Es wird hier zu einer Bauverzögerung gekommen sein, woraufhin der Bau etwa ein Jahr veranschlagt haben dürfte. Die Fertigstellung fiel ins Frühjahr 1944, sehr wahrscheinlich auf Mitte Mai des Jahres. Das erklärt auch die nicht vorhandene Deckenverstärkung. Anscheinend war zu dieser Zeit im Flensburger Truppenmannschaftsbunkerbau der Beton bereits knapp geworden.

Während des Abrisses musste nach Hinweisen von Fa. Feldhaus der Unterricht in der nahen Sporthalle der Sportschule unweit östlich des Bunkers aufgrund der Erschütterungen und des Lärmes abgebrochen werden...

Dieser Gebäudekomplex, die Marine-Sportschule der Marineschule Mürwik, ist historisch interessant. Hier hat in den letzten Kriegstagen des WK 2 die "Regierung Dönitz" unter Karl Dönitz Sitz bezogen. Bis über das Kriegsende hinaus wurde von hier aus die so genannte "letzte deutsche Reichsregierung" bis Ende Mai 1945 "geführt". Es ist sehr zu vermuten, dass der nahe gelegene T 750 auch Großadmiral Dönitz selbst in den letzten Kriegstagen als Luftschutzraum und Kommandostand diente.

Die ehemalige Marine-Sportschule, hier befand sich die letzte deutsche Reichsregierung:

Aufnahme vom 27.06.10

Hinten links erkennbar der Sportschulenkomplex...

Der Standort heute...

Montage

Montage mit noch existentem unentfestigten T 750.

Gesucht werden weitere Aufnahmen des Bunkers (auch während des Abrisses). Wer hat Infos?

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www.truppenmannschaftsbunker.de